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Freitag, 17. April 2026

17.04.2026 Tirschenreuth-Prag

Unsere heutige Etappe

Nachdem wir uns nicht richtig schlüssig waren, ob wir wegen der Stinkkarre zu einem Ford-Händler in Deutschland oder in Tschechien fahren sollen, haben wir uns zunächst für Deutschland entschieden und sind nach dem Frühstück die 15 km zurück nach Wiesau gefahren.

Dort wurden wir sofort und freundlich bedient und man meinte nach der Besichtigung des Schadens, dass das Problem bekannt sei und Ford hierzu bereits eine Serviceanweisung herausgegeben hätte. Diese besagt, dass die Werkstätten zunächst nur die Dichtung und die Schelle, mit der der Injektor befestigt ist, tauschen sollen. Das ganze dauert nur wenige Minuten und man schaut dann erstmal, ob es dicht ist. Der Injektor selbst hat zwar manchmal auch einen Riss, aber dann kann der Kunde ja noch einmal kommen.

Wir reden hier also über 2 Artikel für einige Cent und welche Überraschung. Natürlich sind die nicht vorrätig. Die Dichtung muss bestellt werden und ist bestenfalls am Montag hier.

Wir haben uns freundlich verabschiedet und uns auf den Weg nach Tschechien gemacht.


Um 10.20 Uhr haben wir bei Waldsassen die Grenze passiert, die aus einem unbesetzten Container besteht.

Wir sind dann direkt nach Cheb gefahren und haben seit der Abfahrt zu Hause hier zum ersten Mal getankt. Mit 1,70 Euro/L ist das schon eine andere Nummer, als die völlig überzogenen Preise in Deutschland zu bezahlen.
In Cheb ging es nach dem Tanken in die nächste Fordwerkstatt. Im Ergebnis die gleiche Diagnose wie zuvor und der Monteur hat mal das ganze verkrustete Harnstoffzeug abgepult um uns dann zu sagen, dass sie das Teil natürlich nicht haben und ca. eine Woche für die Beschaffung einere Dichtung brauchen.
Also sind wir am Viadukt vorbei aus Cheb rausgefahren und haben Karlsbad angesteuert.
Da wir kurz vor 12 Uhr hier angekommen sind, haben wir natürlich auch hier noch einen letzten Versuch mit der Ford-Werkstatt unternommen.
Ich glaube, ihr ahnt schon, wie es ausgegangen ist und ihr habt natürlich recht. Eine Woche für die Beschaffung einer Dichtung auch hier.

Wir sind dann weiter in die Innenstadt von Karlsbad gefahren. Direkt am Beginn der Innenstadt ist ein riesiger ungeteerter Parkplatz, der nur spärlich gefüllt war. Wir sind erstmal vorbeigefahren, haben dann aber in der Innenstand keine Lücke mehr gefunden, weil alles zugeparkt war. Also sind wir wieder zurück zum großen Parkplatz und haben ein Ticket gezogen, damit wir die Einfahrtsschranke passieren konnten.
Von dort sind wir die wenigen Minuten in die Innenstadt gelaufen.

Karlsbad ist eine Thermalbäderstadt. Die Fußgängerzone ist von der Größe her recht überschaubar. Außer vielen altehrwürdigen Gebäuden gibt es da nicht viel und es ist auch nicht verwunderlich, dass ausgerechnet Baden-Baden eine der Partnerstädte ist, da die Stdte sehr viele Ähnlichkeiten haben.











Wir haben dann noch einen Kaffee mit einer kleinen Beilage genommen, bevor wir uns gegen 14 Uhr auf den Rückweg zum Parklatz gemacht haben.
Da kam nun die nächste Überraschung. Die Parkplatzeinfahrt ist kameraüberwacht und das System scant die Fahrzeuge und teilt sie in Gruppen ein. 
Klar, wir wurden als Wohnmobil eingestuft und damit war dann für die Parkzeit von knapp 2 Stunden anstatt 60 Kronen eine Parkgebühr von 330 Kronen - rund 14 Euro - zu berappen. 

Zugegeben, wir hatten uns die Preisgestaltung nicht angeschaut, hätten allerdings auch nicht mit so einer gnadenlosen Abzocke gerechnet. Man will die Wohnmobile einfach nirgends mehr haben und tut alles, um sie zu vertreiben.

Aber es nützt ja nichts. Wir wollten schließlich wieder raus und haben den "Strafzettel" bezahlt.

Wir sind dann über Tuchlovice...

... und Hostivice nach Prag gefahren. 
Hier hatten wir uns auf der Moldauinsel einen Campingplatz in Park4Night ausgesucht, der allerdings bei der Ankunft bereits ausgebucht war.

Einige hundert Meter weiter gibt es auf der Insel aber einen weiteren Campingplatz, der vom Yachtclub betrieben wird. Hier gab es noch relativ viele freie Plätze und wir haben uns jetzt für 2 Tage eingebucht. Der Platz kostet rund 25 Euro/Nacht ohne Strom und das ist für eine Touristadt in Ordnung.

Es hatte bei der Ankunft um 18 Uhr noch 20 Grad und für morgen ist ebenfalls schönes Wetter angesagt. Danach soll es deutlich kühler werden, weshalb wir den morgigen schönen Tag für eine Stadtbesichtigung nutzen möchten.


 

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