
Die heutige recht lange Tagesetappe von Antonin nach Warschau, rund 300km.
Heute Nacht ging die Temperatur bis auf 2 Grad herunter, da der Himmel gestern Abend noch aufgeklart hat. Dafür hatten wir heute Morgen einen tollen blauen Himmel, wobei wir ab 4 Uhr immer wieder durch die vorbeidonnernden LKW aufgewacht sind.
Der Parkplatz bei der Gaststätte wäre, wenn die vielbefahrene B11 nicht wäre, ein echter Geheimtipp, aber die Straße ist wirklich zu laut.
Gegen 09.30 Uhr haben wir uns auf den Weg in Richtung Warschau gemacht. Da wir von dem abartigen Verkehr auf den Bundesstraßen genug hatten, sind wir über Land durch viele kleine Dörfer gefahren.
In jedem dieser Dörfer gab es Storchennester und die waren alle bewohnt.
Wir haben dann öfter mal kurz angehalten, wenn ein Dorf nett ausgesehen hat, so wie hier in Błaszki, früher Schwarzau. Man muss sowieso sagen, dass die Dörfer auf der heutigen Strecke durchweg gepflegter waren als das, was wir in den letzten beiden Tagen gesehen haben. Viele recht neue Häuser und teilweise auch richtige Villen und nicht nur halbverfallene Uralthäuser.
Hier die Klosteranlage von Warta. Der Ort hieß zwischen 1943 und 1945 Liebwart.
Auf dem weiteren Weg kamen wir am Stausee Jeziorsko vorbei, dem größten Stausee in der Region Lodz....
...und dann nach Spycimierz....
...und Łęczyca.
Gegen 14 Uhr waren wir nach rund 200km in Łowicz, wo wir uns nach der langen Fahrerei mal die Füße vertreten haben. Der Ort hat einige historische Gebäude und wirkt insgesamt sehr aufgeräumt.
Hier haben wir dann einen Kaffee getrunken, wobei wir lange suchen mussten, um überhaupt ein Café zu finden.
Auf dem Weg bis hierher sind wir bei unserer Stadtwanderung vorher schon an mindestens 4 Döner- und 3 Sushiläden vorbeigekommen.
Auf dem Weg bis hierher sind wir bei unserer Stadtwanderung vorher schon an mindestens 4 Döner- und 3 Sushiläden vorbeigekommen.
Nach der Kaffeepause haben wir die restlichen 100km bis Warschau in Angriff genommen.
Es war nicht sehr ermutigend, dass uns Google für diese Strecke noch einmal 3 Stunden Fahrzeig angezeigt hat, aber leider hatte Tante Google mal wieder recht.
Als wir uns der 1,8 Millionenstadt Warschau näherten, nahm der Verkehr massiv zu und blöd war, dass der Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten, am anderen Ende der Stadt liegt. Also, im Feierabendverkehr, einmal 14 km durch die komplette Stadt.
Der erste Eindruck, wenn man nach Warschau reinfährt, erinnert eher an New York oder Frankfurt am Main. Viele Wolkenkratzer und alles sehr modern.
Wenn man dann Richtung Zentrum kommt, sieht man auch mal ein "älteres" Gebäude.
Gegen 17.30 Uhr haben wir nach vielen Ampelstaus den Camping Wok - so heißt der Platz - erreicht.
Man muss dazu sagen, dass es in Warschau eigentlich keine Infrastruktur für Camper gibt. Die Suche nach einem Platz war echt schwierig, weil es nur 2 Plätze gibt und die sind auch noch sehr teuer.
Wegen der guten Bewertungen haben wir uns für den Camping Wok entschieden und als wir hier angekommen sind, waren wir das einzige Fahrzeug auf dem Platz. Während wir die Anmeldeformalitäten erledigt haben, kam noch ein zweiter Camper mit Waldshuter Kennzeichen, so dass wir hier ein BW-Treffen machen konnten.
Der Platz - hier die Rezeption und oben das Waschhaus - ist sehr gepflegt und tip-top sauber. Er liegt 13km außerhalb vom historischen Zentrum, hat aber eine Busanbindung, die wir morgen testen werden.
Mit 42,50 Euro pro Nacht ist der Platz schon im oberen Presisegment, aber man hat keine andere Chance, wenn man die Stadt besuchen will.
Außerdem waren die Campingplätze in allen großen Städten in Europa immer überproportional teuer, egal ob in Frankreich, Spanien oder Portugal.
Morgen geht es also mit dem Bus in die Innenstadt und dann schauen wir mal, wie es in Warschau aussieht.
























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