Heute Morgen sind wir vom Knacken der Kabine aufgewacht, weil die Sonne schon sehr früh voll auf eine Seite vom Fahrzeug gebrannt hat. Wir haben zum Frühstücken auf der Seite alle Rollos zugelassen, sonst wäre es schon zu heiß in der Karre geworden.
Geschlafen haben wir allerdings recht gut mit dem Durchzug durch unseren Dachventilator.
Wir sind dann schon vor 10 Uhr in Richtung Braunlage losgefahren, da es in der klimatisierten Fahrerkabine bei dem Wetter einfach am Besten auszuhalten ist.
Eigentlich wollten wir heute überhaupt nirgends anhalten oder laufen, aber es gab dann doch etliche Stopps.
Den ersten Halt gab es hier an der Odertalsperre.
Danach kam ein kurzer Stopp in Sonnenberg-Zwinge.
Kurz hinter dem Ort kam ein Abzweig zum Sonnenstein. Da wir mit dem Namen nichts anfangen konnten, sind wir mal auf den Parkplatz gefahren.
Da steht zunächst diese Gedenktafel an den Anstronomen Thraen, von dem ich noch nie etwas gehört habe.
Wenn man dann ein paar Meter den Berg hochläuft, hat man einen Blick auf den Sonnenstein, der aussieht wie der kleine Bruder vom Uluru in Australien.
Da es uns zu heiß war, den ganzen Berg hochzulatschen, sind wir nicht bis zum Gipfelkreuz gelaufen, was wohl ein Fehler war. Wir haben nämlich gerade im Internet gesehen, dass es da oben auch einen Skywalk gibt und den haben wir jetzt verpasst.
Wir sind dann weiter nach Leinefeld-Worbis gefahren und haben einen Abstecher zur Burg Bodenstein gemacht, die gerade umfassend saniert wird. Egal auf welches Schloss oder welche Burg man fährt, Baugerüste gibt es immer.
Da gab es um die Ecke auch Hochlandrinder, mit denen man bei den Temperaturen echt Mitleid hat, weil sie schon sehr warm angezogen sind.
Am Weg lag dann auch die Wallfahrtskirche Klüschen Hagis, wo wir kurz angehalten haben.
Man konnte durch ein Gitter in den Innenraum schauen, rein kam man aber nicht.
In Eichfeld sind wir zum Schloss Martinfeld abgebogen, das als Jugendherberge genutzt wird.
Die nächste Station war Eschwege. Hier haben wir trotz 35 Grad eine Runde durch die wirklich schöne Altstadt gedreht und einen Kaffee getrunken.
Die Innenstadt besteht fast nur aus schön restaurierten Fachwerkhäusern. Der Betrieb in der Fußgängerzone hielt sich in Grenzen, weil es den meisten Leuten vermutlich einfach zu heiß für einen Einkaufsbummel war.
Nach der Stadtrunde in Eschwege waren wir so durchgeschwitzt, dass wir auf die große B27 gefahren sind und mal Strecke in Richtung Süden gemacht haben, ohne weiter auszusteigen.
Über Bad Hersfeld und Fulda ging es in die Rhön und hier haben wir im Vorbeifahren auf 527 Metern Höhe einen kleinen schattigen Wanderparkplatz gesehen, auf dem wir bleiben werden. Hier gibt es eine Bank im Schatten und es geht die ganze Zeit ein Lüftchen, so dass es recht angenehm ist.
Wir haben uns erstmal den Schweiß abgeduscht und hoffen jetzt, dass es in der Nacht ein bisschen abkühlt.
Morgen werden wir dann wohl bis nach Hause fahren.