Wir sind schon vor 10 Uhr die 4 km zum Stegastein-Aussichtspunkt gefahren, wo bei unserer Ankunft bereits ein Reisebuss stand.
Wir haben einfach die 10 Minuten gewartet, bis die wieder eingesammelt wurden und dann hatten wir den Skywalk fast für uns alleine.
Man hat von da oben einen schönen Blick über den Aurlandsfjord und das Städtchen Aurlandsvangen, das man über eine schmale Straße mit etlichen Haarnadelkurven erreicht. Der Aussichtspunkt liegt 650 Meter über dem Fjord.Das Bild ist von der Plattform aus fotografiert. Das Geländer hat nur eine dünne Strebe und der untere Teil besteht aus Glas, weshalb etliche Besucher etwas Abstand von der Vorderkante halten.
Die Straße ins Tal ist an vielen Stellen nur einspurig, es gibt aber immer wieder Ausweichstellen, so dass man irgendwie aneinander vorbei kommt.
Da wir früh dran waren, kamen uns nur ein paar Autos entgegen. In der Hochsaison, wenn sich da Kolonnen von WoMos hochquälen, ist das sicher kein Spaß.
Es ging dann auf der E16 weiter nach Flåm, wo mal wieder ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen lag.
Flåm ist sehr touristisch, zumal es hier mit der Flåmbahn eine touristische Eisenbahnstrecke gibt. Sie führt über 20km und 18 Tunnels steil vom Fjord nach oben nach Myrdal.
Wir sind auf der E16 geblieben, die allerdings mal wieder durch unzählige Tunnels führt. Heute waren die bis zu 11,5km lang. Geschätzt waren wir heute auf jeden Fall wieder deutlich über 20km in Tunnels unterwegs, obwohl wir diese, wenn immer möglich, umfahren.
Hier am Viking Valley haben wir kurz angehalten, um unser Duschwasser von gestern zu entsorgen und den Wassertank wieder zu füllen.
Den Eintritt ins Wikingerdorf mit 26 Euro pro Person haben wir uns geschenkt. Die spinnen hier einfach mit ihren Eintrittspreisen.
Auf der weiteren Fahrt auf der E16 haben wir vor einem Tunnel auf der linken Bergseite hohe Gischtwolken gesehen, die auf einen größeren Wasserfall hindeuteten.
Da wollten wir natürlich hin, allerdings stand am Abzweig der Straße eine Schranke im Weg. Wir haben die Karre davor abgestellt und sind zu Fuß den Berg hochgelaufen.
Die gesperrte Straße ist Teil des Kongevegen, einem über 100km langen Weg, der früher West- und Ostnorwegen verbunden hat.Der Wasserfall, den wir gesehen hatten, ist der Stalheimsfossen, den wir sogar mit einem leichten Regenbogen aufs Foto bekommen haben.
Die Straße war bis vor einigen Jahren noch offen und man konnte so den Tunnel, vor dem wir geparkt hatten, umfahren. Offensichtlich wurde die Instandhaltung jedoch aufgegeben und sie zerbröselt zusehends. Zur Geschichte steht was auf dem Plan.
Als wir nach der Wanderung weiter gefahren sind und aus einem der nächsten Tunnel rauskamen, haben wir im Augenwinkel gerade noch diesen schönen Wasserfall, den Tvindefossen, entdeckt und hier den nächsten Stopp eingelegt.
Jetzt wurde es auch wieder merklich ruhiger auf der Straße. Auf der 16 und der 13 war doch recht viel Verkehr, so dass man immer ziemlich flott im Verkehr mitschwimmen musste.
Auf der 7 fährt man am Hardangerfjord entlang und kommt nach einigen Kilometern an den Rastplatz Tyrvefjøra, wo wir unsere Kaffeepause gemacht haben.
Der Rastplatz ist wegen seiner Toilettenanlage aus Holzstämmen mit einem schwebenden Betondach bekannt. Wenn das ganze noch bunt wäre, könnte es von Gaudi sein.
Wir haben während der Kaffeepause auch gleich Ausschau nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit gehalten und dabei festgestellt, dass auf nahezu allen Parkplätzen, die auf den nächsten 100km in Richtung Bergen kommen, Übernachtungsverbote bestehen.
Lediglich 10km nach unserem Kaffeepausenplatz war noch ein Parkplatz verzeichnet, auf dem Übernachten erlaubt ist. Wir haben den Platz direkt angefahren und stehen jetzt hier direkt am Hardangerfjord auf einer kleinen Schotterfläche.
Als wir dann von unserem Sonnenplatz zurück zum Auto gegangen sind, war der Kuschelcamper gerade dabei, Umterlegkeile unter seine Karre zu legen, auf die er rückwärts noch ein Stück näher an uns ranrücken wollte. Ich habe ihn daraufhin unfreundlich gefragt, ob er gerne bei uns im Kofferraum parken möchte. Er hat es verstanden und ist bruddelnd 2 Meter vorgefahren, bevor er seine Karre mit der Wasserwaage und Keilen nivelliert hat.
Diese Unterlegkeilmentalität ist genauso krank, aber halt irgendwie deutsch. Die Karre muss exakt im Wasser stehen, sonst kann man da ja nicht drin schlafen und kochen.
So, genug gelästert. Hier noch die Route von heute.




































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