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Donnerstag, 4. Juni 2026

04.06.2026 Trollstigen - Geiranger - Stranda

Heute müsst ihr richtig viele Bilder ertragen, da es einer der bisher schönsten Tage mit so vielen tollen Eindrücken war, dass es wirklich schwer war, aus über 300 Bildern einige herauszusuchen, aber der Reihe nach.

Nachdem es auch letzte Nacht wieder ein bisschen getröpfelt hatte, war das Wetter heute Morgen wider Erwarten recht schön.
Wir sind kurz vor 10 Uhr von unserem Platz am Schneefeld bei 10 Grad losgefahren.
Es ging zunächst auf der 63 immer am Fluß Valldøla entlang in Richtung Geiranger. Schon auf den ersten Kilometern haben wir zigmal angehalten, da es so viele schöne Stellen gab, die man unbedingt fotografieren musste.




Wir hätten das schon gestern und vor allem auch heute gerne langsamer angehen lassen, aber die Wettervorhersage sieht für die nächsten Tage mal wieder nicht gut aus und so wollten wir heute unbedingt noch nach Geiranger, um den Fjord bei schönem Wetter zu sehen.
 






Ich kann zu diesen Bildern nicht viel schreiben. Es ist alles entlang der 63 und immer noch weit entfernt von Geiranger, obwohl wir nur rund 50km bis dorthin hatten.

In Sylte stößt die 63 direkt auf den Fjord und geht zweigt dann nach rechts ab.

Direkt hinter Sylte kommt man dann nach Linge und muss dort die Fähre nach Eidsdal nehmen. Es ist nur eine kurze Überfahrt auf die andere Seite des Fjords und die Fähren fahren alle 20 Minuten.
Es ging dann auf der 63 weiter in Richtung Geiranger.

Nach Eisdal kommt man auf den Ørnesvingen (Adlerstraße), einem steilen Berghang, der in 11 Haarnadelkurven hinunter nach Geiranger führt.
An der Strecke gibt es dann die sogenannte Adlerkehre mit einem perfekten Aussichtspunkt auf den Geirangerfjord.
Hier war natürlich einiges los, aber wir haben ohne Probleme einen Parkplatz gefunden.



Nach der letzten Haarnadelkurve landet man schließlich in Geiranger, einem sehr touristischen Dorf am Ende des Fjords. 
Wir haben hier gar nicht angehalten, sondern sind die 63 noch 16km weiter bis Dalsnibba gefahren.
Hier schraubt sich die Straße über viele Haarnadelkurven wieder auf über 1000 Meter Höhe. Mit jedem Meter, den wir da hochgefahren sind, wurde es dunkler am Himmel.
Wir haben dann zunächst hier am Djupvatnet einen Stopp eingelegt und kaum hatten wir an dem noch komplett zugefrorenen See angehalten, fing es an zu stürmen und zu regnen. Es hatte zwar immer noch 9 Grad aber das war mit dem Sturm dann schon sehr ungemütlich, nachdem wir vorher in Geiranger über 20 Grad hatten.
Wir haben uns dann erstmal ins WoMo verzogen und einen Kaffee gemacht.
Der Grund war, dass man von dem See noch einmal rund 5 km weiter zum Dalsnibba Skywalk fahren kann. Das ist neben dem Aussichtspunkt am Ørnesvingen der zweite perfekte Aussichtspunkt auf den Geirangerfjord.

Die Straße zum Skywalk ist allerdings eine Privatstraße, die 36 Euro Mautgebühren kostet und bei diesem Sturm haben wir gezahnt, ob wir da hochfahren sollen, zumal es da eine Webcam gibt, auf der man außer Wolken nicht viel gesehen hat.
Nach einer halben Stunde riss der Himmel jedoch wieder auf und wir haben uns entschlossen, den Strafzettel zu bezahlen und zum Skywalk zu fahren. Man kommt vermutlich nur einmal im Leben hierher und da muss man halt auch bei unverschämten Preisen mal die Zähne zusammenbeißen.

Wir haben also unsere Maut bezahlt und sind über mehrere weitere Spitzkehren auf 1500 Meter zum Skywalk gefahren.


Da oben lag teilweise noch richtig viel Schnee. 
Der Skywalk besteht leider aus einem Gitterrost und nicht aus einem Glasboden. Die Raster im Gitter sind so klein, dass man gar nicht merkt, dass man über dem Abrund läuft.
Wir haben auf jeden Fall genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Als wir oben angekommen sind, kam die Sonne wieder raus und der Blick auf den Geirangerfjord und die umliegenden Berge war perfekt.
Das stelle ich euch mal als Suchbild ein. Auf dem Bild ist die Straße, die zum Aussichtspunkt führt, zu sehen, nur kann man sie in der Landschaft kaum erkennen.







Hier sieht man die Straße dann schon etwas besser.
Nach einem ausgiebigen Aufenthalt auf dem Gipfel sind wir wieder zurück in Richtung Geiranger gefahren. Auf dem folgenden Bild seht ihr den Ort von oben.


Diese Kappelle steht etwas oberhalb des Ortes in der zweiten Spitzkehre.
In Geiranger sind wir direkt an den Fährhafen gefahren und da die Fähre nach Hellesylt gerade da stand, sind wir direkt draufgefahren.

Was wir nicht wussten ist, dass die Fähre privat betrieben wird und nicht Teil der staatlichen norwegischen Fähren ist. Das war deshalb unklar, weil die Verbindung auf der offiziellen Fährseite unserer App gelistet ist.

Wir haben es dann aber beim Bezahlen bemerkt. Eine Abrechnung über unseren Tag war nicht möglich und wir mussten die Fährüberfahrt mit Karte direkt bezahlen. Den üblichen 50%-Rabatt gab es natürlich auch nicht und der Fährpreis betrug 115 Euro. Das ist ungefähr so viel, wie wir bisher für alle anderen Fähren - und das waren schon sicher so um die 20 Stück - bezahlt haben.
Aber ja, die Fahrt durch den Geirangerfjord ist legendär und man muss sie einfach mal gemacht haben.
Das Wetter war wirklich optimal. Es hatte über 20 Grad und wir standen im T-Shirt auf dem Schiff und haben die fantastische Landschaft bewundert.

Ich habe mir den Fjord allerdings enger vorgestellt. Ich kannte das bisher ja nur von Bildern oder aus dem TV, aber wenn man dann da so durchfährt, ist es gar nicht so schmal.

Das hier sind die 7 Schwestern, der berühmte Wasserfall im Fjord.


Wie die ganzen weiteren Wasserfälle heißen, die da runterkommen, weiß ich wirklich nicht und hab es auch nicht gegoogelt.




Nach ca. 45 Minuten Überfahrt kamen wir hier in Hellesylt an.

Hellesylt ist noch kleiner als Geiranger und liegt an einem anderen Fjordende.
Als wir da angekommen sind, haben wir neben diesem Kunstwerk eine Pizzeria gesehen, die eher einem Schnellimbiss glich. Wir dachten, dass es hier doch nicht so unverschämt teuer sein kann und wir uns ja wieder mal eine Pizza gönnen könnten.

Auf der Preisliste stand dann u.a. ein Sonderangebot bestehend aus einer Pizza Margherita und einem Softdrink für schlappe 31 Euro. Da hatten wir plötzlich überhaupt keinen Hunger mehr. Wir sind noch 10km aus dem Ort über die 60 in Richtung Stranda gefahren, weil wir da einen Parkplatz, der etwas abseits der Hauptstraße liegt, in Park4Night entdeckt hatten.
In Hellesylt gab es keinerlei Möglichkeit, frei irgendwo zu stehen. Überall standen Schilder mit Campingverboten und auf den Campingplatz, der für einen Stellplatz 45 Euro verlangt, wollten wir auch nicht.

Deshalb übernachten wir jetzt hier zwischen den Bergen for free.
Und hier noch die Route von heute.

Die Blog-schreiberei von heute war übrigens auch eine abendfüllende Veranstaltung. Das Netz ist auch hier - den zweiten Tag hintereinander - extrem schlecht, so dass es ewig gedauert hat, bis ich die Bilder hochgeladen hatte.

So ganz verstehen kann man das nicht.
Wie ich schon gestern geschrieben habe, hatten wir bisher immer eine tadellose Netzanbindung. Nur gestern und heute, wo wir in den Haupttouriregionen unterwegs sind, läuft das Internet nur zäh.

Vielleicht wollen die hier die Touris entschleunigen und drosseln das Netz ein bisschen.


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