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Samstag, 6. Juni 2026

06.06.2026 Utvik - Stegastein

Heute Morgen hatten wir zum Frühstücken wieder schönes Wetter auf unserem Waldparkplatz. Es war zwar mit 11 Grad noch recht frisch, wurde aber im Laufe des Tages noch deutlich wärmer.
Wir haben gestern Abend die weitere Route zum wiederholten Male umgeschmissen und nun eine Route zum Stegastein-Ausssichtspunkt ins Navi eingegeben.
Es ging zunächst über die E39 nach Skei. 

Die 39 ist landschaftlich eine tolle Straße, aber leider zu viel befahren. Wenn man rumgondelt, so wie wir das machen, ist man ständig ein Verkehrshindernis. Auf Straßen, wo nur wenige unterwegs sind, kann man die ja schnell mal vorbeilassen aber hier macht das keinen Sinn, weil 10 Sekunden später das nächste Auto hinterherfährt.
In Skei teilt sich hier am Fjordende die Straße. Die 39 geht rechts am Fjord lang, wir sind auf die 5 abgebogen, die am Fjord nach lnks weggeht.

Wir dachten eigentlich, dass wir auf der Strecke nur Landschaft sehen, aber die Route geht mehr oder weniger von Tunnel zu Tunnel, mal 8km lang, mal nur 6km.
In den wenigen Metern, die man zwischen den Tunnels am Tageslicht ist, hat man dann allerdings diese fantastischen Ausblicke.

6km hinter Skein sieht man von der Straße aus den Bøyabreen-Gletscher. Leider hatte es über dem Berg wieder ein paar Wolken, weshalb der blaue Himmel hinter dem Gletscher fehlt.



Einige Kilometer weiter kommt dann ein Abzweig zum Supphellebreen-Gletscher. Man fährt ein paar Kilometer ins Tal und steht dann nur wenige Meter unterhalb der Gletscherkante.



Nachdem wir zurück auf der 5 waren, kam nach einigen Kilometern das Gletschermuseum Fjærlandsfjorden. Das Museum ist nicht sehr groß und sie wollten mal wieder 18 Euro Eintritt pP, so dass wir es bei einer Außenbesichtigung belassen haben.


Es ging dann auf der 5 durch mehrere Tunnels weiter in Richtung Sogndal, wo wir wieder unzählige Bilder vom Fjord gemacht haben.



Die nächste Station war Kaupanger. Hier haben wir eine Kaffeepause eingelegt, da uns unser Navi davor in eine Sackgasse geführt hatte und wir erstmal prüfen wollten, ob die weitere Strecke passt.

Was hier auf dem Tisch steht (ohne die Blumen und das Handy) kostet mal schlappe 18 Euro.
Nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass die weitere Route passt, sind wir in Kaupanger losgefahren. Man fährt da direkt wieder in einen 3,6km langen Tunnel und am Ende des Tunnels steht man am Mannheller-Fährkai. Als wir ankamen, wurde die Fähre gerade beladen, so dass wir direkt drauffahren konnten. 
Die Überfahrt nach Fodnes dauerte ca. 15 Minuten.
Die neueren Fähren, wie diese hier, hört man nicht mehr. Die fahren absolut geräuschlos über das Wasser. Aufgrund der strengen Umweltvorschriften müssen die Fähren hier mit mindestens 80% elektrisch fahren. Ich vermute, dass sie den Verbrennungsmotor nur noch im Notfall anschmeißen.

Nun ging es weiter in Richtung Lærdal. Auf dieser Strecke führt die Route normalerweise durch den Lærdalstunnel, dem mit 24,5km längsten Straßentunnel der Welt.
Das ist er natürlich nicht, der war klein und niedlich.
Da wir nicht schon wieder ewig im Untergrund fahren wollten, sind wir vor dem Tunnel nach links auf die FV243 abgebogen, die übers Gebirge direkt zum Aussichtspunkt Stegastein führt. Nimmt man den Tunnel, muss man nach der Tunnelsausfahrt nach Flåm abbiegen und von dort aus den Berg hoch zum Aussichtspunkt zurück fahren.

Es war bei dem herrlichen Wetter eine gute Entscheidung, die Strecke über den Berg zu nehmen, auch wenn uns dadurch natürlich die Fahrt durch den längsten Tunnel der Welt entgangen ist.
Die Route über die Passstraße, die im Winter unpassierbar ist, war einfach traumhaft schön.

Die Straße ist zwar stellenweise sehr eng, aber irgendwie kommt man immer aneinander vorbei.




Auch wenn es kalt aussieht. Es hatte 16 Grad da oben und in der Sonne war das richtig warm.





Ca. 4km vor dem Stegastein-Aussichtspunkt haben wir diesen hübschen Platz am Straßenrand gesehen und uns spontan entschlossen, hier zu übernachten. Den Aussichtspunkt können wir dann morgenfrüh noch besuchen.
Das einzige, was man hier hört, ist das Rauschen des Bachs. Auf der schmalen Passstraße ist jetzt schon wenig los und nachts fährt hier sicher niemand.
Und noch die Route von heute im Kartenformat.


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