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Donnerstag, 14. Mai 2026

14.05.2026 Kuopio - Kajaani

Gestern Abend tauchte plötzlich so ein Teil auf dem Gehweg neben dem Auto auf und fuhr da munter entlang.
Nach einer kurzen Google-Recherche kam heraus, dass diese selbstfahrenden Rennautos von den Supermärkten hier genutzt werden. Man bestellt sich den einkauf Online und dann kommt das Ding angefahren und bringt alles vor die Haustüre. 

Als wir dann mal drauf geachtet haben, kam da alle paar Minuten so ein Teil angefahren. Die halten brav an jeder Kreuzung und fahren erst weiter, wenn weit und breit kein Auto mehr in Sicht ist. Ist wohl eher Selbstschutz, weil ein Kollision wüürden sie wohl kaum überleben.
Heute Morgen war es dann leider wieder regnerisch und es wurde der bislang regenreichste Tag in diesem Urlaub.
Wir sind nach dem Frühstück zuerst die 4 km zum Puijo-Turm gefahren. Es hat uns etwas geärgert, dass wir das nicht noch gestern gemacht haben, da wir ja bei unserer Ankunft in Kuopio richtig schönes Wetter hatten. Da der Tower um 18 Uhr schließt, war es uns zu spät und somit mussten wir das heute im trüben Wetter erledigen.


Der Eintritt für den Turm kostete 7,90 € (Seniorentarif), normal 8,90 €. 

Im 2. Stockwerk ist ein Restaurant, das aber erst um 12 Uhr öffnet. Im 3. Stock, wo wir hier sind, ist eine Caféteria, von wo aus man einen tollen Rundumblick hat.
Vor dem Turm stehen diese beiden Sprungschanzen.
Man stellt dann auf dem Turm fest, dass man eigentlich auf allen Seiten von Seen umgeben ist und man kommt sich vor wie auf einer Insel.

Bei richtig schönem Wetter wären diese Ausblicke sicher noch sehr viel beeindruckender, aber wir können leider nicht überall so lange bleiben, bis die Sonne scheint.





Der Turm ist mit 75m nicht besonders hoch, aber er ragt über die umliegenden Wälder und man hat in alle Richtungen eine gute Sicht.
Wir haben da oben noch einen Kaffee getrunken und als wir dann nach über 1 Stunde wieder zum Auto laufen wollten, hat es geschüttet wie verrückt. Wir haben uns deshalb lieber hier am Eingang des Turms noch eine halbe Stunde aufs Sofa gesetzt und die nächste Regenlücke abgewartet.
Die weitere Wettervorhersage ist durchwachsen. Wir hatten noch rund 500 km bis Rovaniemi/Lappland und da dort erst ab Montag beständigeres Wetter angesagt ist, haben wir uns entschlossen, die weiteren Tagesetappen in Richtung Norden kürzer zu machen und einfach etwas rumzudümpeln.
Hinter Kuopio in Richtung Norden kamen dann einige Skilifthügel, wo es noch Schneereste, vermutlich aus Schneekanonen, gab. 
Da wir hier trotz des Regens durchgehend nie weniger als 13 Grad hatten, kann das kaum noch echter Schnee sein.
Um der ungeliebten E63 zu entgehen, sind wir dann auf die kleine 559 abgebogen und über die Dörfer gefahren.
Es hat die meiste Zeit abwechselnd geregnet oder geschüttet. 
Hier in Varpaisjärvi machte der Regen mal eine kurze Pause, weshalb wir mal ausgestiegen sind und die Steinkirche fotografiert haben.

Die Route führte dann mal wieder über viele Kilometer über ungeteerte Waldwege, wobei sich bei dem Sauwetter kein einziges Viech blicken ließ.

Das Auto sah entsprechend aus, aber dann kamen wieder 40km Teerstraße mit Regen wie aus der Waschanlage, so dass die Karre fast schon wieder sauber war.
Bei der Neste-Tankstelle vor Sonkajärvi haben wir einen Kaffeestopp eingelegt. In diesen Raststätten kann man auch immer Buffet essen, wobei sie dann 20 Euro für irgendwelche Pampe aus den Wärmebehältern verlangen. Das sieht meist nicht sonderlich appetitlich aus und daher lasssen wir das.
Nach der Kaffeepause ging es weiter in Richtung Kajaani, natürlich wieder abseits der E63. Da die Waldwege hier nach dem mehrstündigen Regen nun doch auch etwas matschig waren, war von der vorherigen Ogli-Waschanlage bald nichts mehr zu sehen.

Mitten im Wald kommt man dann plötzlich auch mal an einen 3-gleisigen Bahnübergang mit einem alten Bahnhofsgebäude.
Es regnete durch, bis wir gegen 16.45 Uhr hier in Kajaani angekommen sind, wo wir jetzt am See stehen. Als wir auf den Parkplatz gefahren sind, kam schon wieder so ein selbstfahrender Einkaufswagen quer. Er blieb aber brav stehen, bis wir in den Parkplatz gefahren waren, obwohl er eigentlich Vorfahrt gehabt hätte. Aber wie gesagt, vor so einem großen Auto haben die wohl Respekt und warten lieber.

Eigentlich hieß es noch heute morgen, dass der Regen um 14 Uhr aufhört, aber das schob sich dann in der Wetter-App immer wieder ein bisschen nach hinten. 
Ogli ist versaut bis zu den Türgriffen und als wir die Treppe rausgefahren haben, hat der Sand übel geknirscht. 
Wir haben hier erstmal im Auto geduscht und verzichten heute Abend auch auf eine Runde durch die Stadt. Vielleicht ist es morgen früh etwas besser und wir schauen uns den Ort noch an. 
Gegenüber von unserem Parkplatz stehen 8 Tesla-Ladesäulen, die rege frequentiert werden. Die fahren hier an, stecken die Kiste an und warten im Auto zwischen 10 und 20 Minuten, dann fahren sie wieder weg.
Und hier noch die Route von heute.


Und noch eine Zusatzinfo zu den Spritpreisen hier.

Wir haben ja vor ein paar Tagen nach unserer Schärenrundfahrt an einem Sonntag für 2,12€/l hier in Finnland zum ersten Mal getankt. Auf der weiteren Fahrt Richtung Norden stiegen die Preise auf durchschnittlich über 2,30€ bis teilweise 2,50€/l. Wir waren dann froh, als wir gestern in Jyväskyla mal eine Tanke für 2,28€/l gefunden haben und haben da vollgetankt.
Als wir dann gestern nach Kuopio gekommen sind, lagen die Preise hier an allen Tankstellen bei 2,23 bis 2,24€/l. 

Heute Morgen nun, als wir aus Kuopio rausgefahren sind, kamen mehrere Tankstellen mit Preisen zwischen 2,14€/l und 2,16€/l, so dass wir noch einmal vollgetankt haben. Ich weiß jetzt nicht, ob die Preise hier an Sonn- und Feiertagen besonders günstig sind, aber die Preisunterschiede bis 30 Cent/l sind noch verrückter als zu Hause.

Und wenn sich dann noch jemand wundert, warum ich mich hier nicht über zu viele WoMos beschwere. Ganz einfach, es gibt keine. 

Wenn wir mal ein kurzes Stck auf der E83 oder einer anderen großen Straße unterwegs sind, sieht man 4 oder 5 am Tag und das sind alles Finnen. Keine ausländischen Kennzeichen.

In den Wäldern ist dann absolut niemand unterwegs, weil die sich die Weißware nicht schmutzig machen wollen. Ein Traum, aber der wir am Nordkap und in Norwegen ganz sicher enden.





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