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Donnerstag, 28. Mai 2026

28.05.2026 Saltstraumen - Tjongsfjord

Es hat die ganze Nacht über gestürmt und geregnet und es regnete auch noch, während wir gefrühstückt haben. 

Dann kam aber die Sonne raus und wir sind nochmal runter an den Fjord Saltstraumen gelaufen.

Wir haben mal ein kurzes Video gedreht, damit man sieht, mit welcher Geschwindigkeit das Wasser bei Flut in den Fjord drückt. Das Video läuft leider nicht hier im Blog. Beim Hochladen kamen da immer wieder Fehlermeldungen.






Im Uferbereich gibt es mehrere solcher Minikrater. Ein Schild davor erzählt, dass die in der letzten Eiszeit durch tropfendes Schmelzwasser entstanden sind.



Wir haben das schöne Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Fjords genutzt. 

Ja, ich weiß,  jetzt reicht es mit der Brücke, aber hier auf dem Bild ist der Himmel so schön.
Oberhalb des Fjords gibt es ein Hotel und davor steht dieses Königsdenkmal, das 1873 zu Ehren des Besuchs von König Oscar II errichtet wurde. Der König scheint nicht so wichtig gewesen zu sein, sonst wäre das Teil imposanter.

Wir sind dann zurück zum Parkplatz gelaufen und sind weiter auf der 17 in Richtung Süden gefahren.
Die Route ist absolut empfehlenswert mit tollen Ausblicken auf die Berge und die Fjorde.
Leider trübte sich der Himmel wieder zusehends ein und von blau war bald nichts mehr zu sehen.
Da wir dringend mal wieder tanken mussten, habe ich schon seit gestern nach den Spritpreisen geschaut. An allen Tankstellen auf dem Weg lag der Preis aber immer so zwischen 21,80 und 22,40 NOK, also über 2 Euro. Heute kamen wir dann in Storvik mitten in der Prärie an einer kleinen Tankstelle vorbei, an der kein Preis stand. Als ich an der Zapfsäule nachgeschaut habe, kostete Diesel 19,81 NOK, umgerechnet 1,83€, so dass wir hier natürlich getankt haben. 
Das bestätigte die bisherige Erfahrung hier in Norwegen. Die günstigsten Tankstellen liegen immer irgendwo unterwegs im Niemandsland. In den größeren Städten sind die Preise immer deutlich höher, auch wenn 4 Tankstellen auf einem Haufen sind. Die sind sich dann einig und es gibt kaum Preisunterschiede.
An der Tanke gab es dann auch noch Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeit für Toilette und Grauwasser, so dass wir alles auf einmal erledigen konnten.





Als wir nach dem Tanken weggefahren sind, fing es an zu schütten. Wir sind dann im kleinen Neverdal in ein Kaffee, das direkt an der 17 liegt, gegangen.

Hier gab es einen leckeren Kuchen....
und für H. ein Omelette mit frischem Gemüse und Brot mit Kräuterbutter.
Dazu haben wir 2 Kaffee getrunken und die Rechnung belief sich völlig überraschend auf unter 20 Euro. Es gibt also auch in Norwegen noch Geheimtipps, wo man für ein Stück Kuchen keine 8 Euro bezahlen muss.

Sie hatten dann nur wieder ein Problem mit ihrem Kartenlesegerät. In einem Land, wo niemand mehr Bargeld benutzt, ist das halt bitter, wenn die Kartenzahlung nicht funktioniert. Die Wirtin hat sich dann damit beholfen, dass sie den Besitzer des angrenzenden Minimarktes gebeten hat, die Kunden abzukassieren. Dessen Gerät hat funktioniert und die beiden werden das dann schon gerecht verteilen.
Nach dem Kaffee ging es nur noch im Regen weiter und das war sehr ärgerlich.

Eine wunderschöne Landschaft, aber meistens konnte man die Berge auf der anderen Seite des Fjords nur erahnen. Ich denke, es war heute eine der schönsten Abschnitte der 17, von dem wir fast nichts gesehen haben.
Irgendwo warten hätte aber auch keinen Sinn gemacht, da das Wetter für Morgen hier nicht besser vorhergesagt ist.
Direkt nach dem Fykantunnel sind wir nach links in Richtung Glomfjord abgebogen. Die Abzweigung führt zum Holmvassdammen, einem Stausee, von wo aus man einen tollen Blick auf den Svartisen-Gletscher haben soll. Die Straße führt steil nach oben und durch mehrere unbeleuchtete, einspurige Tunnels durch. Das war kein Problem, weil da niemand außer uns hochgefahren ist.
Wir hatten keine große Hoffnung, bei dem Wetter den Gletscher erkennen zu können, aber das konnten wir gar nicht erst testen.
Als wir ca. 1km vor dem Stausee waren, war die Straße durch ein Schneefeld blockiert. Da es auf der rechten Seite steil nach unten ging, haben wir erst gar nicht versucht, da durch zu fahren, zumal der Schnee auf der linken Fahrbahnseite rund 1 Meter hoch lag.
Wir mussten dann erstmal 500 Meter rückwärts fahren, bevor wir wenden konnten.
Ein Stück weiter runter kam ein weiterer Abzweig zum Storglomvassdammen, den wir natürlich auch noch testen mussten. Es ging wieder durch stockdunkle Tunnels steil nach oben.

Hier war dann aber auch auf dieser Straße Ende. Nach der Brücke lag hoher Schnee und da war kein Durchkommen.

Ich habe laut überlegt, ob wir da oben übernachten, aber einzelne Reiseteilnehmer fühlten sich in der Umgebung bei 4 Grad und angesagtem Schneefall für die Nacht nicht wirklich wohl und so haben wir den Rückweg zur 17 angetreten.


Sollte ich jemals bei schönem Wetter nochmal in die Gegend kommen, werde ich diese Strecke sicher nochmal fahren. Mit blauem Himmel und Sicht auf das Gebirge, muss das fantastisch sein.
Den Svartisen-Gletscher haben wir dann aber doch noch gesehen. An der 17 gibt es einen Parkplatz, von wo aus man das untere Ende des Gleetschers gut sehen kann. Bei dem Regenwetter und den vielen Wolken, gab es aber leider kein wirklich schönes Foto und vom blauen Gletschereis sieht man kaum etwas.

Wir sind dann noch weiter bis Forøy gefahren und haben die Fähre nach Ågskardet genommen. Die Überfahrt dauerte nur rund 20 Minuten.

4 km nach dem Fähranleger in Ågskardet sind wir von der 17 nach rechts auf die 831 abgebogen und nach Tjongsfjord gefahren, wo wir jetzt auf dem großen Parkplatz des Fußballvereins mit Blick auf den Fjord stehen.

Hier haben wir erstmal im Auto geduscht und kaum waren wir fertig, kam die Sonne raus. Jetzt gegen 20 Uhr ist es wirklich schön da draußen und dieses Wetter hätten wir heute Mittag auf der Fahrt gebraucht. Im Laufe der Nacht soll es aber auch hier wieder anfangen zu regnen.
 

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