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Montag, 11. Mai 2026

11.05.2026 Masku - Saukonpirrti

Heute Morgen hat es gegen 6 Uhr mal ein paar Tropfen geregnet und wir waren dann erstaunt, als wir um 8 Uhr aufgestanden sind, dass wir einen komplett blauen Himmel hatten. 

Die Nacht hier am See war absolut ruhig. Es kam sehr spät noch ein 2. Wohnmobil, das allerdings, als wir aufgestanden sind, schon wieder verschwunden war. 

Eher ungewöhnlich war die Dame, die um 08.30 Uhr auf den Parkplatz gefahren kam und zum Schwimmen in den See gegangen ist. Wir hatten so 10 Grad Außentemperatur und die Wassertemperatur war sicher nicht höher, aber die hat da 20 Minuten lang ihre Runden gedreht, bevor sie wieder verschwunden ist. Man ist hier offensichtlich nicht so verweichlicht.

Wir sind dann gegen 10 Uhr in Richtung Rauma, der drittältesten Stadt in Finnland, aufgebrochen.

Um nicht die ungeliebten Schnellstraßen fahren zu müssen, die Google immer vorschlägt, hatten wir uns eine Strecke über viele Dörfer rausgesucht.

Was hier immer erstaunlich ist, dass selbst die landwirtschaftlichen Anwesen im Hinterland immer wie aus dem Ei gepellt aussehen. Was ebenfalls sehr auffällig ist. Es gibt hier keine Störche mehr. Im Baltikum hatten wir in wirklich jedem Dorf Storchennester und auf jedem Acker liefen die Viecher rum aber seit wir in Finnland sind, haben wir nicht einen Storch mehr gesehen. Offensichtlich bleiben die an der Grenze vom Baltikum und scheuen die 50km bis Helsinki.
Diese Windmühle war vom Zustand her eher ein Ausreißer, aber sie gehört zu einem stillgelegten Museum und vermutlich kümmert sich einfach niemand mehr darum.

Wie schon in den letzten Tagen, waren die Straßen zwischen den Dörfern meist ungeteert aber in einem sehr guten Zustand.
Gegen Mittag verdichteten sich die Wolken dann immer mehr, aber es blieb trocken.

Gegen 12.45 Uhr kamen wir in Rauma an und wollten auf einen 24-Stunden Parkplatz vor der Altstadt, der allerdings komplett voll war. Wir haben dann vor dem Parkplatz auf der Straße geparkt, da dort überall Parkplätze eingezeichnet waren. 

Wir sind dann zuerst mal über die Straße zu diesem Gebäude gelaufen und haben ein Foto gemacht. Wir hatten dem Auto kaum den Rücken gedreht, machte sich da so ein Wicht daran zu schaffen, was wir gesehen haben, als wir uns nach dem Foto umgedreht haben. Es war ein eifriger Gemeindebeamter, der gerade einen Strafzettel unter unserem Scheibenwischer versteckte. Ich bin natürlich direkt hin und habe ihn gefragt, warum er uns ein Ticket verpasst. Um es abzukürzen. Da standen zwar keine Schilder aber es gilt so etwas wie ein Zonenhalteverbot mit Parkscheibenpflicht. Der Typ war sehr freundlich und hat das alles erklärt und dann seinen Strafzettel wieder eingesteckt. Wir haben dann sicherheitshalber umgeparkt, bevor wir weiter in die Innenstadt gelaufen sind.

Nachem wir unser Auto auf einem sicheren Parkplatz stehen hatten, sind wir in die Altstadt von Rauma gelaufen. Da stehen noch mehrere 100 Holzhäuser, weil die Stadt seit dem 17. Jahrhundert von Bränden verschont  und die alten Gebäude damit erhalten blieben. Dieser Teil der Stadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. 


Eigentlich müsste das hier von der Geschichte her ein touristischer Hotspot in Finnland sein, aber zumindest im Moment ist da ziemlich tote Hose.




Wir haben hier einen Kaffee getrunken und haben uns dann auf den Rückweg zum Auto gemacht.




Nach einem Einkauf im Lidl in Rauma sind wir noch 30km bis hier an den See in Saukonpirrti gefahren. 

Es hat unterwegs immer mal wieder getröpfelt, aber der angesagte Regen blieb aus und hier wurde es sogar nochmal sonnig.

Für die Anfahrt fährt man mehrere Kilometer über Waldwege, weshalb die Ecke wohl nur die Einheimischen kennen und die sind so früh im Jahr noch nicht hier.
Deshalb stehen wir hier jetzt ganz alleine und werden aller Voraussicht nach eine ruhige Nacht verbringen.

Wir haben hier erstmal unsere Dusche angeworfen und jetzt genießen wir die ruhige Umgebung, in der man nur Vogelgezwitscher hört.

 

Hier noch unsere heutige Route, ganz ganz langsam immer weiter in Richtung Norden.

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