Als wir dann heute Morgen aufgestanden sind, hatte es ein paar Schleierwölkchen und nicht den tiefblauen Himmel, wie an den Vortagen.
Da wir wettertechnisch bisher sehr verwöhnt wurden und auch für die nächsten beiden Tage noch schönes Wetter angesagt ist, haben wir uns entschlossen, nicht direkt nach Turku zu fahren sondern vor Turku direkt auf die Schärenringstraße abzubiegen.
Zum Schärengarten von Turku gehören über 25000 Inseln, wobei manche nur aus einem größeren Steinhaufen bestehen.Wir sind also vor Turku in Richtung Pargas abgebogen.
Die ersten beiden Wasserquerungen erfolgten über relativ neu gebaute Brücken.
Bei diesem Stopp haben wir dann auch mal die genaue Karte der Ringstraße studiert, aus der man mal genauer ersehen konnte, wo es Fährstrecken gibt. Wir hatten zwar gestern Abend im Internet nachgelesen, aber so ganz klar war das nicht.
So heißt die Ringstraße durch die Schären, die man von Turku aus in beide Richtungen befahren kann.
Gegen 11.30 Uhr waren wir an der ersten Fähre.
An jeder Fährstation stehen solche Fahrradreparaturteile mit Luftpumpe und diversem Werkhzeug. Das liegt daran, dass auch viele Radfahrer die Ringstraße im Sommer als touristisches Ausflugsziel nutzen.
An den Fähren stehen dann diese elektronischen Tafeln, auf denen neben der nächsten Abfahrt auch gleich die Fährzeiten der Folgefähren angeschrieben sind.
Zusatz für die Deutsche Bahn:
Wenn da steht, dass die nächste Fähre in 9 Minuten und 24 Sekunden fährt, dann fährt die auch genau in 9 Minuten und 24 Sekunden und keine Sekunde später.
Es ging also zunächst von Lillmanö nach Prostvik.
Die Wartezeit auf die Fähre hielt sich mit wenigen Minuten in Grenzen und auf dieser Fähre fuhren auch noch so ca. 30 Autos mit, wobei sie damit längst nicht voll war.Nach dem Fähranleger fährt man dann wieder einige Kilometer durchs Land, wobei man das Meer die meiste Zeit nicht sieht. Auf der Karte hat man den Eindruck, dass man nur auf einer sehr schmalen Landzunge unterwegs ist. Tatsächlich fährt man durch Wälder und landwirtschaftliche Flächen und die Ausdehnung der einzelnen Inseln beträgt teilweise schon etliche Kilometer.
Insgesamt ist aktuell hier aber nichts los. Es sind nur sehr wenige Autos unterwegs, so dass man alles in Ruhe anschauen und rumtuckern kann.
Diese Briefkastenreihen haben wir schon in Estland gesehen und nun auch in Finnland. In den ganzen nordischen Ländern ist es üblich, dass die Post nicht bis zu den einzelnen Häusern fährt, sondern alles an einer zentralen Stelle anliefert. Da müssen die Bewohner dann halt auf dem abendlichen Heimweg mal vorbeischauen, ob es einen Brief vom Finanzamt gibt. Ob der Amazon-Bote, den wir hier noch nie gesehen haben, seine Pakete auch da hinlegt, wissen wir daher nicht.
Es ging dann weiter nach Nagu und von dort mit der nächsten Fähre nach Korpo.
Nur wenige Kilometer weiter steht man dann am nächsten Fähranleger. Hier hätten wir direkt auf die Fähre nach Houtskari, dem eigentlichen Verlauf der Ringstraße, gehen können, die Abfahrbereit da stand.
Da wir aber noch früh dran waren und die Ringstraße ja nicht unbedingt im Eiltempo durchfahren wollten, haben wir erstmal die Fähre auf die kleine Nachbarinsel Norrskata genommen.
Hier sieht man mal einen Innenraum der Fähren. Die sind alle in einem Top-Zustand und haben auch drinnen schöne Sitzmöglichkeiten, obwohl es sich bei der Länge der Überfahrten - meist so 15 bis 25 Minuten - kaum lohnt, aus dem Auto zu steigen. Wir sind bei dem schönen Wetter aber immer aufs Oberdeck gegangen, weil man vom Autodeck aus nichts von der Umgebung sieht.
Mit jeder weiteren Fähre, die wir genommen haben, wurde die Anzahl der Fahrzeuge geringer. Hier standen wir noch zu dritt auf dem riesigen Pott.
Bei unserer Inselumrundung von Norrskata haben wir dann auch endlich das erste wilde Tier gesehen. Ja gut, ein Rentier war es nicht, aber zumindest ein Reh.
Nach gut einer halben Stunde war die Umrundung von Norrskata beendet und wir standen wieder am Fähranleger. Dieses Mal hatten wir 45 Minuten Wartezeit, die wir für eine Kaffeepause genutzt haben.
Wir haben ja alles inklusive 230V an Bord, so dass man einfach schnell die Kaffeemaschine anwerfen kann.
Nach der Rückkehr von Norrskata sind wir direkt auf die Fährspur nach Houtskari gefahren und waren dann 15 Minuten später mir dieser Fähre unterwegs. Diese Überfahrt nach Kittuis dauert über 40 Minuten und auch hier waren nur 3 Fahrzeuge auf dem Riesendampfer.
Da überall solche Steinhaufen im Wasser liegen, müssen die Fähren schon sehr exakt navigieren, um nicht wie die Costa Condordia zu enden.
Nach der Ankunft in Kittuis kommen bei Kivimo und Mossala 2 kleinere Fähren, die jeweils nur eine kurze Strecke überbrücken. Hier waren wir jetzt alleine auf der Fähre und es gibt keine Fährzeiten mehr. Sobald man auf dem Ding steht, fährt es los und wenn die Fähre gerade auf der anderen Seite ist und sieht, dass man kommt, fährt er auch leer rüber, damit man nicht warten muss.
Eigentlich wollten wir an der Fährstation Mossala übernachten, weil wir hier dann morgen die Fähre nach Iniö nehmen möchten.
Dann noch was zum Einkaufen hier. Wir waren zum ersten Mal im Lidl und hier gibt es tatsächlich Aioli, was H. sehr gefreut hat. Sie hatte nicht damit gerechnet, die Pampe hier zu bekommen.
Hier stehen wir jetzt also heute Nacht. Morgen müssen wir zunächst die kleine Fähre nehmen und dann die 3 km bis zum Abfahrtsort der Fähre nach Iniö fahren.









































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