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Freitag, 1. Mai 2026

01.05.2026 Schloss Rundāle-Riga

 

Gestern Abend sind wir, nachdem der Block schon geschrieben war, noch durch den leeren Schloßpark gelaufen und haben uns den Außenbereich angeschaut.

Während des Spaziergangs gab es ein wunderschönes Abendrot, was perfekt zur Wettervorhersage für den nächsten Tag mit deutlich wärmeren Temperaturen passte.

Auf dem Parkplatz standen wir über Nacht ganz alleine und sehr ruhig, weil es hier absolut keinen Durchgangsverkehr gibt.
Heute Morgen hatten wir dann das erhoffte Kaiserwetter. Das Schloss öffnet erst um 10 Uhr aber um 09.30 Uhr fuhren schon 2 PKW mit Besuchern auf den Parkplatz und 5 Minuten später kam ein Bus, wobei die meisten Insassen eine Epikanthus-Falte hatten und einen Mundschutz trugen.
Um vor der Meute zu sein, haben wir uns auch auf den Weg zum Eingang gemacht und die Kasse war auch um 09.40 Uhr schon geöffnet.

Der Eintritt kostet hier 12 Euro für das Schloss und noch einmal 5 Euro für den Garten. Wir haben den Garten mitgebucht, obwohl ja klar war, dass bei den eisigen Temperaturen der letzten Woche da noch nicht so arg viel zu sehen sein wird.
Das Schloss selbst ist in den Bereichen, die man zu sehen bekommt, sehr schön restauriert und erinnert in vielen Bereichen an die großen französischen Schlösser.
Hier der Ballsaal.
Zur Geschischte des Schlosses Rundāle schreibe ich hier jetzt nichts, da es zu umfangreich wäre. Man kann es ja im Netz nachlesen.
Nur so viel:
In den 30er Jahren wurde das Gebäude als Krankenhaus und als Schule verwendet, wobei große Schäden angerichtet wurden. Da wurden geschnitzte Treppen rausgerissen und Wände entfernt, um Platz für eine Aula zu schaffen. Von diesen Sünden sieht man aber kaum noch was.






Hier mal ein Bild vom Schlossgarten aus dem Schloss fotografiert. Natürlich hält sich die Blütenpracht um diese Jahreszeit noch sehr in Grenzen.




Wir haben dann aber doch noch ein paar Blümchen entdeckt. 









Gegen 13 Uhr hatten wir unseren Schlossrundgang beendet und sind in Richtung Jelgava losgefahren.

Die Verbindungsstrassen zwischen den kleineren Ortschaften sind auch hier nicht geteert, aber die Schotterpisten sind in einem guten Zustand.
In Jelgava haben wir einen kurzen Stopp eingelegt und einige Fotos gemacht.




Wir sind dann noch die 2km bis zum Schloss Mitau gefahren. Hier gibt es von Innen nichts zu besichtigen, weil es heute als Universität genutzt wird, weshalb wir uns auf die Außenansicht beschränken mussten.





Wir haben dann in Jelgava noch einen Kaffee getrunken, bevor wir weiter nach Riga gefahren sind.

Es hatte zwischenzeitlich 21 Grad und absolutes T-Shirt-Wetter. Nach einer Woche mit einstelligen Temperaturen und eiskaltem Wind ist das wie Hochsommer.

In Riga haben wir uns für ein privates Hinterhofcamp in einem Garten entschieden. Da ist niemand. Man muss das große Holztor selber öffnen und drinnen gibt es einen Briefkasten, in den man die 10 Euro für 24 Stunden werfen soll.
Wir hatten vorher die wenigen Campingplätze hier gegoogelt und die Bewertungen waren größtenteil unterirdisch, wehalb wir uns für diese Variante entschieden haben.
Gegenüber von dem Platz steht diese Kirche und direkt davor ist eine Bushaltestelle, so dass wir morgen ohne Probleme in die Innenstadt kommen sollten.
Eine Herausforderung war lediglich, an die Bustickets zu kommen. Hier kann man weder an der Haltestelle noch im Bus ein Ticket kaufen, so dass ich erst die passende App installieren musste. Da konnte ich jetzt Guthaben aufladen und nun können wir die Tickets in der App kaufen und im Bus dann übers Handy entwerten. Der ganze Aufwand für insgesamt 6 Euro, weil das 90-Minuten Ticket pro Person 1,50€ kostet, also 3 Euro für die Hin- und 3 Euro für die Rückfahrt.
In 200 Meter Entfernung vom Platz ist ein Burgerrestaurant und da es sonst nichts gab, sind wir hierhergegangen.
Da drinnen war die Hölle los, wobei wir beide den Alterdurchschnitt beim Betreten ganz schön nach oben getrieben haben.

Wir haben uns dann gewundert, warum da jemand sein Essen mit schwarzen Handschuhen vertilgt und erst beim genauen Nachschauen festgestellt, dass die meisten hier so schwarze OP-Handschuhe anhaben. Als wir dann unsere Burger bekommen haben wurde das klar. Das kleine Döschen auf dem Tablett enthält ein paar von diesen schwarzen Dingern und die ziehen hier dieses eklige Latex-Dinger an, damit sie keine "schmutzigen" Hände bekommen. Echt ein bisschen irre, man könnte alternativ die Hände ja auch waschen.
Morgen steht nun also die Innenstadtbesichtigung von Riga an. Es soll die nächsten Tage weiterhin um die 20 Grad haben, so dass wir vermutlich nicht frieren müssen.

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