Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 26. Mai 2026

26.05.2026 Strønstad - Reine

Gestern Abend kam gegen 23.00 Uhr noch die Sonne raus und ärgerlicherweise sagte die Wettervorhersage, dass es die ganze Nacht über trocken und wechselnd bewölkt bleibt, es aber am Morgen wieder anfängt zu regnen.
Da denkt man dann ernsthaft darüber nach, nachts zu fahren und tagsüber zu schlafen, zumal es ja sowieso durchgehend hell ist. 
Heute Morgen sah es dann so aus und es regnete auch wieder.
Da es auf der Westseite etwas freundlicher aussah, sind wir nicht nach Fiskebøl zurück und dort auf die E10 gefahren, was der normale Touri-Weg gewesen wäre.

Es blieb durchwachsen und es regnete auch mal ein paar Tropfen. Insgesamt war es jedoch ganz nett und ab und zu zeigte sich ein blaues Loch am Himmel.

Wir haben die Route Richtung Straumnes genommen und haben mehrere Fjorde umkurvt, bis wir unterhalb von Laupstad wieder auf die E10 gekommen sind.
Straumnes ist eine etwas größere Stadt mit mehreren Supermärkten, wo wir eigentlich einkaufen gehen wollten. Da war allerdings so ein Chaos auf den Parkplätzen, dass wir unverrichteter Dinge weitergefahren sind. 




Kurz hinter Straumnes haben wir in Kabelvåg an der Vågan kirke, die als Lofotenkathedrale bezeichnet wird, einen kurzen Stopp gemacht. Die Kirche hat nur eingeschränkte Öffnungszeiten, so dass wir sie nur von außen anschauen konnten.

Einige hundert Meter weiter sind wir dann ins Zentrum von Kabelvåg gefahren, wo es einen kleinen Supermarkt gab. Hier konnten wir in Ruhe unsere Vorräte auffüllen.

Als wir nach dem Einkaufen auf der E10 weiter in Richtung Süden gefahren sind, kam ganz zögerlich die Sonne raus. Das war völlig überraschend, da auch für heute nur schlechtes Wetter angesagt war.
Einige Kilometer hinter Kabelvåg sind wir dann von der E10 in Richtung Henningsvær abgebogen. Das ist ein ca. 8km langer Abstecher, den man wieder zurückfahren muss.
Henningsvær hat nur 517 Einwohner, ist aber voll auf Tourismus ausgelegt. Es ist auch unwahrscheinlich wie in den letzten Tagen die Anzahl der Wohnmobile, die hier unterwegs sind, exorbitant zugenommen hat. Vermutlich sind schon viele Pfingsturlauber hier in Norwegen eingetroffen, vor allem Belgier und Schweizer, aber auch Spanier trifft man hier an. Die haben ja doch einen ordentlichen Anfahrtsweg.


Als wir über diese Brücke nach Henningsvær reingefahren sind, stand der Parkplatz am Ortseingang komplett voll mit WoMos. 

Wir wollten da nicht anhalten und haben nur eine gemütliche Runde durch den Ort gedreht, bevor wir zurück zur E10 gefahren sind,



Das ist das Vertshus (Wirtshaus) in Henningsvær.

Wie man auf den Bildern sieht, hatten wir jetzt richtig schönes Wetter und das ist natürlich noch schöner, wenn man gar nicht damit gerechnet hat.

Zurück auf der E10 sind wir bis zur Sundklakkstraumen bru auf der E10 geblieben. Dort haben wir die zwischenzeitlich viel befahrene Straße verlassen und sind auf die 815 abgebogen, die an der Ostseite der Insel verlief, während die E10 auf der Westseite verläuft. Das hat sich auch deshalb angeboten, weil es die Sonnenseite war, während es Richtung Westküste schon wieder sehr schwarz ausgesehen hat.
Hier waren wir nahezu alleine unterwegs und konnten dem Verkehr und den vielen WoMos mal einige Kilometer entfliehen.





In Leknes kamen wir dann wieder auf die E10 und haben an der Cirkle-K-Tankstelle unsere Kaffeepause eingelegt. Hier haben wir auch mal nach dem weiteren Weg und einem Übernachtungsplatz geschaut, was sich, je weiter südlich man auf den Lofoten kommt, etwas schwierig darstellt. Hier gibt es auf fast allen Parkplätzen, selbst entlang der Hauptstraße, nun plötzlich Übernachtungsverbote oder zeitliche Begrenzungen von einigen Stunden beim Parken. 

Wir haben in Park4Night nur einen Platz hinter Reine gesehen, auf dem es keine Restriktionen gab wobei gleich dabeistand, dass es nur 5 Plätze seien. Die Chance, da was zu ergattern, war deshalb gering. 
Als Plan B hatten wir noch, direkt bis zum Fähranleger in Moskenes zu fahren. Dort kann man wohl im Fährhafen auch stehen bleiben, hat dann allerdings die halbe Nacht das Geklapper von der Fähre und den Fahrzeugen.
Einige Kilometer hinter Leknes sind wir auf ein Stauende aufgefahren. Der Grund war, dass es dort einen Tunnel unter dem Meer durch gibt, den Nappstraumtunnelen, und der wird gerade saniert oder verbreitert. Auf jeden Fall wird man mit einem Führungsfahrzeug in der Kolonne da durchgeleitet. Nach ca. 15 Minuten setzte sich die Schlange in Bewegung. Die Durchfahrt war nicht sehr vertrauenserweckend da von oben überall Wasser in den Tunnel lief. Der Tunnel ist 1,8km lang und verläuft bis zu 63m unter dem Meer und das tropft da rein. Irgendwie komisch, wenn man dann auch noch im Tunnel stockenden Verkehr hat.
Nach dem Tunnel sind wir noch die 25 km bis Reine gefahren. Die Landschaft hier im südlichen Teil der Lofoten ist wirklich atemberaubend, was sicher auch am schönen Wetter lag. 




Unterwegs gab es wieder diese Trockengestelle, doch dieses Mal hingen sie voll mit Stockfisch. Die Teile waren schon so trocken, dass sie nicht mal gestunken haben.

Reine ist ein hübscher Ort in toller Lage und daher ebenfalls sehr touristisch. Hier ist wirklich schon sehr viel los und ich denke, dass wird in den nächsten Wochen nicht besser.

Wir sind nach dem Ortsende auf den zuvor ausgesuchten Parkplatz gefahren, der natürlich komplett voll war, aber überwiegend mit PKWs.

Wir haben uns einfach mal an den Rand gequetscht, uns hinten reingesetzt und gewartet. Die meisten Parklücken der PKW, die immer wieder mal frei wurden, waren eh viel zu eng für unsere Karre. 
Irgendwann fuhr dann aber ein Fahrzeug weg, so dass wir nun einen schönen Platz mit Blick auf Reine haben. Morgen sind es nur noch wenige Kilometer zum Fähranleger in Moskenes und da versuchen wir, die 11Uhr Fähre nach Bodø zu ergattern. Es ist die einzige Fähre, die man gegen Gebühr vorbuchen kann, aber das Geld sparen wir uns, zumal nur ein Kontingent von 30% reservierbar ist, der Rest wird immer frei vergeben. Wir müssen halt rechtzeitig da sein und dann werden die Warteschlangen hoffentlich nicht so lang sein. Im Moment ist vermutlich eher in der Gegenrichtung sehr hoher Andrang und nicht in Süd-Richtung.
Hier sieht man die heutige Strecke in den Südzipfel der Lofoten.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen