Da auch in den nächsten Tagen nicht mit besserem Wetter zu rechnen ist, haben wir uns entschlossen, heute doch auf die Lofoten zu fahren. Wir müssen ja langsam Richtung Süden fahren und ob wir dann über die Lofoten oder über die E6 im Regen fahren, ist schließlich egal.
Wir sind kurz vor 10 Uhr die 5km vom Campingplatz zum Fähranleger in Gryllefjord gefahren. Wir haben uns etwas beeilt, da auf dem Campinglatz schon allgemeiner Aufbruch war und wir ja nicht wussten, wie groß der Andrang ist. Reservieren kann man nicht, wer Platz hat, kommt mit.
Die Fähre trudelte pünktlich gegen 10.40 Uhr ein und die Einschiffung war in 15 Minuten erledigt.
Punkt 11 Uhr legte der Kahn an und man konnte zumindest einige hellere Stellen am Himmel erkennen.
Noch ein letzter Blick auf Gryllefjord und dann ging es in Richtung offene See.
Kaum waren wir auf dem Fjord raus, fing es massiv an zu schaukeln. Schon nach wenigen Minuten waren einige ziemlich grün im Gesicht.
Auf der Westseite sah der Himmel ziemlich gut aus, während die Ostseite komplett im Nebel lag.
Nach 1,5 Stunden näherten wir uns dem Hafen in Andenes auf den Lofoten.
Wir sind nach der Ankunft zuerst zum Leuchtturm gefahren und haben da ein paar Bilder gemacht. Es war trüb, aber es regnete nicht.
Andenes liegt auf der Insel Andøya.
Normalerweise fährt man ab Andenes die 82 auf der Ostseite, die sicher landschaftlich sehr schön ist.
Da der Himmel aber auf der Seite so übel aussah, haben wir die kleine Fv976 an der Ostseite der Insel Andøya genommen.
Es kam dann kurzzeitig die Sonne ein bisschen raus, aber weiter in Ricchtung Süden sah es nicht gut aus.
Die Temperatur lag den ganzen Tag über statisch 10 Grad.
Im Hafen in Nordmela stand dieses Trockengestell, das für Stockfisch verwendet wird. Es hing allerdings nichts drin, sonst hätte man das schon won Weitem gerochen.
Von Nordmela aus sind wir weiter in Richtung Süden gefahren. Dabei kamen wir ca. 5 km nach dem Ort an einem Parkplatz vorbei, der für eine Übernachtung recht schön gelegen ist.
Da es aber immer noch trocken war haben wir uns entschieden, noch weiter bis Skoldehamn zu fahren.
Kaum waren wir ein paar Kilometer an etlichen Schafweiden vorbei gefahren, fing es gegen 16.30 Uhr an zu regnen.
Dazu kam, dass die Straße hinter Åknes in eine sehr wüste Schlammpiste überging. Da stand ein Sackgassenschild und der Hinweis, dass man die Straße auf eigenes Risiko befahren kann. Wir sind mal 500 Meter reingefahren und der Feldweg bestand eigentlich nur aus Löchern, so dass die Karre hin- und herschaukelte. Da wir das Auto nicht wieder in eine Schlammpackung hüllen wollten, haben wir umgedreht. Als wir wieder auf die Teerstraße gekommen sind, stieg gerade eine Norwegerin in ihr Auto ein. Wir haben sie gefragt, ob die Strecke durchgehend befahrbar ist, was sie bestätigte. Sie meinte jedoch, dass die Straße hier am Anfang noch relativ gut sei und danach immer schlechter werde und eigentlich nur mit Traktoren befahrbar ist.
Sie hat damit unsere Entscheidung bekräftigt, nicht da weiter zu fahren.Wir sind die 10km zurück zum Parkplatz zwischen Nøss und Nordmela gefahren und bleiben jetzt hier über Nacht, zumal es im Moment immer noch regnet.
Unsere Karre kommuniziert übrigens wieder regelmäßig mit uns. Er schmeißt verschiedene Fehlermeldungen, die aber allesamt nicht wichtig sind.
Viel schlimmer ist, dass er wieder stinkt. Wenn wir anhalten, raucht es unter dem Auto raus und die krisallisierte AdBlue-Plörre tropft auf den Boden. Der ganze Kat sieht aus, als würde Wolle drauf wachsen. Die Reparatur der Dichtung war also wenig erfolgreich, wobei die Werkstatt nichts dafür kann. Alle Werkstätten, in denen wir auf der Anfahrt wegen der Reparatur angefragt hatten sagten uns, dass man eigentlich den Injektor tauschen müsste, Ford dies aber auf Garantie nicht erlaubt und zuerst auf ein Ersetzen der Dichtung besteht. Erst wenn das erfolglos ist, so wie bei uns und wohl in den meisten Fällen, wird der Injektortausch von Ford bezahlt. So zwingt man die Kunden ein zweites Mal in die Werkstatt und verärgert sie, aber das ist den Herstellern wohl egal.
Und hier noch die heutige Strecke.
Beim roten Pfeil auf der linken Seite stehen wir jetzt. Das weitere Stück nach Süden, das man sieht, war die Strecke, die wir wieder zurück gefahren sind.
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