Wir sind deshalb mal in Richtung Senja auf der E6 losgefahren.
Direkt nach der Abfahrt kamen wir an einer St1-Tankstelle vorbei, wo wir unser Wasser füllen konnten. Durch die gestrige Dusche fehlten ein paar Liter und an den St1-Tankstellen bekommt man immer kostenlos Wasser, so dass die Wasserversorgung kein Problem ist. Auch für die Toilettenentsorgung gibt es genug Plätze, die immer wieder ausgeschildert sind. Das einzige, was schwierig zu finden ist, ist etwas für die Grauwasserentsorgung. Solche Rinnen, über die man fahren und den Abwasserhahn öffnen kann, sind sehr rar, weshalb viele das Grauwasser in Kanister ablassen und dann in den Becken für die WC-Entleerung entsorgen.
Hinter Olsborging es dann auf die 855 in Richtung Senja.
Heute war wesentlich mehr Verkehr als bisher. Vermutlich nutzen die Norweger das Pfingstwochende auch für einen Kurztrip, zumal hier gefühlt jeder ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen hat. Selbst wenn man in der tiefsten Provinz unterwegs ist, steht an jedem Haus so ein Teil im Garten.
Bei Storsteinnes haben wir an diesem Rastplatz kurz angehalten. Das ist ein riesiger Souvenirshop mit völlig überteuertem China-Schrott und daneben bieten sie kostenlose WoMo-Stellplätze an.
Das sieht ja nett aus und die Kaminfeueratmosphäre ist auch hübsch, aber kaufen kann man da nichts.
Vor dem Tipi stand diees Wohnmobil mit einem seltsamen Fahrer. Ihr müsst nur genau hinschauen, dann wisst ihr, was ich meine.
Es ging dann weiter bis Finnsnes, wo wir tatsächlich ausnahmesweise eine Grauwasserentsorgung gefunden haben, so dass wir unseren übervollen Abwassertank entleeren konnten. Außerdem haben wir hier zum ersten Mal in diesem Urlaub unsere Trenntoilette entleert, die zwar längst noch nicht überfüllt war, aber man muss bei diesen Teilen nach dem .... eine Kurbel drehen und die ging einfach schon ziemlich schwer. Im Prinzip könnte man mit den Teilen gut 3 Monate unterwegs sein, ohne sie einmal zu entleeren.
In Finnsness aus haben wir die Senja Scenic-Route in Google eingegeben, worauf uns Google am Ortsausgang nach dieser Brücke auf die 861 geführt hat. Die Scenic-Route war dort auf den Verkehrsschildern zwar in die entgegengesetzte Richtung angeschrieben, aber wie wir später bemerkt haben, sind wir sie einfach entgegengesetzt gefahren.
Wie schon an der Vortagen, fährt man fast ständig an den Fjorden entlang und hat eine tolle Aussicht. Es war nur schade, dass heute der blaue Himmel fehlte aber immerhin war es trocken.
Die Scenic-Route ist zwar ein Rundkurs, aber es gibt auch viele Oneway-Abstecher zu einzelnen Ortschaften. Wir sind da zunächst die paar Kilometer nach Botnhamn gefahren, wo es nicht viel zu sehen gab. Von dort ging es zurück auf den Rundkurs und dann auf die 862, die zur Scenic-Route gehört.
Es sind von der 862 aus ca. 6km bis Fjordgård, wobei davon fast 4km durch 3 gehauene Tunnel mit einer maximalen Breite von 4 Meter führen. Begegnungsverkehr geht da natürlich nicht, aber es gibt im Tunnel alle paar hundert Meter Ausweichstellen, wo man dann halt wartet, bis der Gegenverkehr durch ist.
Die Tunneleinfahrten sehen eher wir Abwasserrohre aus und es ist extrem dunkel in den Röhren.
Fjordgård ist ein kleines Kaff am Fjord mit ein paar Häusern.
Schon ein bisschen schräg und ich habe meine Zweifel, ob das bei uns funktionieren würde.
Nach der Kaffeepause sind wir die 862 weiter in Richtung Gryllefjord gefahren, von wo aus die Fähre nach Andenes auf den Lofoten geht.
Gegen 16.30 Uhr fing es nun doch an zu regnen.
Die Wolken kamen immer tiefer aber es war zum Glück nur Nieselregen, so dass man durchaus ab und zu aussteigen und ein Foto machen konnte.
Wir haben die Entscheidung, ob wir auf die Lofoten fahren, wegen des Wetters auf morgen vertagt und sind von Gryllefjord aus noch die 4km bis Torsken gefahren.
Hier sind wir auf den Campingplatz "Senja Fjordcamp" gefahren und haben uns für 40 Euro einen Stellplatz genommen. Da wir schon mehrere Wochen auf keinem Campingplatz mehr waren, haben wir uns das gegönnt, zumal es hier kostenlose Waschmaschinen und Trockner gibt. Dafür zahlt man auf anderen Plätzen hier alleine schon 15 Euro, so dass der Betrag angemessen ist.











































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen