Es hat dann die Nacht über durchgeregnet und auch heute Morgen schüttete es. In der Wetter-App hieß es zunächst, dass der Regen zwischen 12 und 13 Uhr aufhören soll, das schob sich dann mal wieder immer weiter nach hinten raus.
Wir sind einfach stehen geblieben, weil wir unbedingt noch das 2km entfernte Weihnachtsdorf anschauen wollten. Man kommt ja nicht so oft in die Gegend und dann muss man das einfach mal gesehen haben, auch wenn es kurz vor Pfingsten ist.
Als der Regen gegen 13.30 Uhr etwas nachgelassen hat, sind wir dort auf den fast leeren Parkplatz gefahren.
Die Souvenirläden sind natürlich geöffnet und man kommt sich um diese Jahreszeit schon etwas komisch vor, wenn man durch weihnachtliche Deko läuft.
Insgesamt fand ich das ganze sehr enttäuschend. Ich hatte mir das alles sehr viel größer vorgestellt, aber außer ein paar Hütten, vielen Souvenirshops und unzähligen Touranbietern gibt es nicht viel. Natürlich sieht das im Winter mit einem Meter Schnee und toller Beleuchtung sicher nett aus, aber es ist halt einfach Kommerz.
Mitten durch das Weihnachtsdorf verläuft der Polarkreis, den wir damit heute überquert haben.
Einzelne Reiseteilnehmer konnten sich allerdings nicht so recht entscheiden, ob sie den jetzt wirklich überqueren sollen.
Der Polarkreis markiert die Stelle, an der es an mindestens einem Tag im Jahr keinen Sonnenuntergang und einen Tag keinen Sonnenaufgang gibt, also die Sonnwendtage 21.06. und 21.12.
Es waren 4 Reisebusse und etliche Wohnmobile mit deutschen Kennzeichen da, wobei die WoMos alle auf einem separaten Stellplatz standen, den man hier kostenlos nutzen kann.
Wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind sieht man, wenn man die Treppen zur Empore des Weihnachtsmannes läuft.
Bis wir mit dem Rundgang fertig waren hatte der Regen aufgehört und es zeigten sich einige zaghafte blaue Löcher am Himmel.
Die Temperatur war mit 10 Grad erträglich, wobei es hier letzte Woche noch 16 Grad hatte und für die nächsten Tage auch wieder 20 Grad angesagt sind.
Die Kältedelle, die euch zu Hause erreicht hat, hatten wir hier also auch.
Bis wir mit dem Kaffee fertig waren, war es 15.30 Uhr und wir haben uns entschieden, noch ein Stück in Richtung Inari zu fahren. Wir haben die große E75 genommen, obwohl ich lieber die kleinere 79 gefahren wäre. Dazu hätten wir aber zuerst wieder 8km nach Rovaniemi zurückfahren müssen und die Strecke ist auch noch länger, so dass wir auf der E75 geblieben sind. Der Verkehr war dann allerdings erträglich, da wohl nicht so viele Leute so weit in den Norden wollen.
Nach ca. 50km kam dieses nette Kaffee direkt an der E75. Leider schließt es um 16 Uhr und wir waren gerade 3 Minuten vorher da. Wir haben uns daher auf einige Fotos vom Außenbereich beschränkt.
Die weitere Fahrt auf der E75 ist ziemlich eintönig. Endlose Straße und Wälder und ab und zu ein Fluß oder ein See....
...und immer wieder Rentiere, die über die Straße rennen.
150km hinter Rovaniemi hatten wir genug und sind gegen 18 Uhr hier an den Stausee gefahren, wo wir heute übernachten.
Es regnet nicht mehr und für morgen ist sonniges Wetter vorhergesagt. Schauen wir mal.
Und hier noch die Route.




























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