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Dienstag, 19. Mai 2026

19.05.2026 Lakselv - Nordkap

 

Heute Morgen sind wird schon kurz nach 7 Uhr aufgestanden, weil die Sonne durch die Ritzen der Rollos erkennbar war. Der Wetterbericht hatte also recht und der noch ca. 160km langen Fahrt ans Nordkap stand nichts im Wege.

Als wir kurz vor 9 Uhr losgefahren sind, hatte es in Richtung Norden zwar noch viele Wolken, die laut Vorhersage allerdings bis gegen 14 Uhr verschwunden sein sollten.

Wir sind deshalb sehr langsam gefahren und haben unzählige Fotostopps gemacht, um nicht zu früh am Kap zu sein. 

Das war allerdings auch nicht schwer, weil die Straße einfach traumhaft ist. Man fährt die ganze Zeit am Fjord entlang mit wunderschönen Ausblicken auf die umliegenden Berge.

Immer wieder kommen kleine Wasserfälle den Berg herunter.
Unterwegs kommen auch etliche Tunnel, die zwischen wenigen hundert Metern bis zu 7 km lang sind. Dazu später noch mehr.

Wie man sieht, lichteten sich die Wolken immer mehr und der blaue Himmel zeigte sich.


Entlang der Straße tauchten immer wieder kleinere und größere Rentierherden auf.




So wie hier auf dem Bild verläuft die Straße die meiste Zeit. Keine Leitplanken und direkt am Wasser entlang.


Gegen 12.30 Uhr waren wir am Nordkaptunnel, der sich ca. 50km vor dem Kap befindet.
Der Tunnel ist fast 7km lang und direkt nach der Tunneleinfahrt führt die Straße mit bis zu 10% Gefälle stetig nach unten. Man fährt dann bis auf eine Tiefe von 212 Meter und darüber ist nur noch das Meer.
Er ist nämlich unter dem Meer durchgebaut und verbindet die Nordkapinsel mit dem Festland.
Der Tunnel wurde 1999 eröffnet und war bis 2012 mautpflichtig. Danach war er abbezahlt und seither ist er frei befahrbar.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Kap wurde es immer sonniger, allerdings auch immer kälter. Vor dem Tunnel hatten wir noch 11 Grad und nun sank die Temperatur nach und nach auf 7 Grad ab.







Gegen 14 Uhr hatten wir es schließlich geschafft. Auf den letzten beiden Kilometern vor dem Kap kamen uns 6 Reisebusse entgegen, so dass wir uns auf einen Massenauflauf eingestellt haben. Unsere Befürchtungen stellten sich als unnötig heraus. Als wir da ankamen, standen vielleicht 30 bis 40 Fahrzeuge da rum und Busse waren überhaupt keine mehr da.
Der Parkplatz am Kap ist kostenpflichtig und für ein Wohnmobil bezahlt man rund 15 Euro Parkgebühr, wobei das Ticket dann 6 Stunden gültig ist. 
Auf dem Plateau kann man sich frei bewegen. Will man allerdings in die Nordlandhallen, wo sich neben etlichen anderen Dingen auch die Kaffees befinden, muss man den stolzen Eintritt von rund 35 Euro pP bezahlen.
Da man nur einmal im Leben hier ist, haben wir den Strafzettel bezahlt und sind zunächst ins Kaffee gegangen. Es gab überteuerten Kaffee und völlig überteuerte Waffeln.

Da im Außenbereich so gut wie nichts los war, sind wir nach dem Kaffeetrinken erstmal zum obligatorischen Fotopunkt, dem Globus, gelaufen.
Den hatten wir ganz für uns alleine und konnten deshalb schöne Fotos machen. Vermutlich hat man diesen Luxus hier nicht so oft.
Einzelne Reiseteilnehmer fanden es trotz der strahlenden Sonne ziemlich kalt. Es hatte ja nur 7 Grad und da es auch noch etwas windig war, war das schon pfiffig.

Wir sind dann wieder in die Nordlandhallen und haben die unterirdischen Ausstellungen und die Kapelle angeschaut.


Dann waren wir noch im Panorama-Kino, wo wir einen 15-Minuten-Film auf einer Riesenleinwand über die Jahreszeiten am Kap angeschaut haben.
Danach sind wir nochmal aufs Plateau und haben uns die verschiedenen Statuen und sonstigen Kunstwerke angeschaut.


Dieses Gebäude beherbergt die kostenpflichtige Nordlandhalle.
Da der Wind zwischenzeitlich noch zugenommen hatte, wurde es uns langsam zu zugig, weshalb wir gegen 16 Uhr die Rückfahrt angetreten haben.

Es gibt ja nur eine Straße zum Kap, so dass man die letzten rund 100km wieder zurück fahren muss.

Auf der Rückfahrt haben wir noch viele Fotos gemacht, weil nun das Licht völlig anders als am Morgen war.








Gegen 18 Uhr haben wir uns ca. 90 km vor dem Kap diesen Übernachtungsplatz ausgesucht. 
Eigentlich wollten wir auf einen Platz ca. 20 km davor, den wir am Morgen bei der Vorbeifahrt gesehen hatten. Der war geteert und hatte neben einer Toilette auch Frischwasserversorgung und Entsorgungsmöglichkeiten für WoMos.

Als wir dann vorhin da durchgekommen sind, war der Platz komplett mit großen WoMo-Schiffen belegt.

Deshalb sind wir weiter zu diesem Platz gefahren, auf dem wir garantiert keine Nachbarn bekommen. Die Schotterpiste zum Platz hat tiefe Löcher und führt steil bergab, da fahren die nicht, ohne sich die Karre zu schrotten.
Und hier noch die Route.


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