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Samstag, 2. Mai 2026

02.05.2026 Riga

Heute machen wir einen Stadtrundgang durch Riga.

Wir hatten schon am Morgen herrliches Wetter und die Jacke konnte im WoMo bleiben, als wir gegen 10.30 Uhr mit dem Bus in die Innenstadt gefahren sind. 
Wir hatten ja das Guthaben in der Mobilliy-App und konnten die 2 Fahrkarten damit kaufen. Im Bus muss man dann die Busnummer, die überall steht, eintippen und die Tickets aktivieren. Alles etwas kompliziert, aber wenn man es mal verstanden hat, geht das schon. 

Der Bus kam dann auch pünktlich und wir sind damit mal so lange gefahren, bis es nach Innenstadt ausgesehen hat.

Wir sind hier bei der Römisch-Orthodoxen Kirche ausgestiegen und haben hier unseren Rundgang begonnen.


Danach ging es weiter ans Ufer des Daugava, der angeblich auch als Düna bekannt ist, wo sich das Schloss befindet.

Wenn wir ehrlich sind, haben wir von diesem Fluss noch nie etwas gehört, obwohl er gewaltig ist und die Stadt in 2 Hälften teilt. Er ist definnitiv breiter als der Rhein an vielen Stellen.

Wir waren überwiegend in der Altstadt unterwegs. Das hier ist die Lettische Nationalbibliothek, die auf der anderen Uferseite des Daugava steht.





Ich erspare es mir jetzt, euch jedes Gebäude zu erklären. Auf jeden Fall ist die historische Altstadt von Riga absolut sehenswert und man kann hier sicher auch mehrere Tage verbringen.

Hier waren wir dann doch etwas erstaunt, als wir die Bremer Stadtmusikanten mitten in der Altstadt endeckt haben.
Die stehen vor dem gleichnamigen Lokal und warum es das hier gibt, müsst ihr selber googeln, wir wissen es nicht.

Riga ist von Kanälen durchzogen, was wir auch nicht wussten. Man kann hier wie in Straßburg mit den Booten durch die Stadt fahren. 












Wir sind zunächst zu Fuß zum zentralen Busbahnhof gelaufen, wo sich ein riesiger Markt befindet, der 7 Tage die Woche geöffnet hat. Das Angebot dort ist sehr ansprechend, wobei gefühlt 100 Stände genau die selben Produkte verkaufen.


Dann ging es zurück ins historische Zentrum und  zur ....
...Freiheitsstaue.
Da wir zwischenzeitlich 24 Grad hatten und genug gelaufen waren, haben wir hier eine Bootstour für 20 Euro pP gebucht.


Mit diesem hübschen Boot ging es rund 1 Stunde durch die Altstadt und ein ganzes Stück auf dem großen Fluß entlang.






Nachdem wir die Bootstour beendet hatten, haben wir uns auf die Suche nach einer Bushaltestelle gemacht, die uns zurück zu unserem Stellplatz bringt.
Das war nicht so einfach, weil wir in einer Einbahnstraße ausgestiegen waren und es dadurch naturgemäß auf der gegenüberliegenden Straßenseite keine Haltestelle geben kann.
Also sind wir einfach mal weiter vor bis zu einer Stelle gelaufen, wo unser Bus bei der Fahrt in die Stadt vorbeigekommen ist. 
Hier an diesem Platz haben wir dann eine Haltestelle gefunden, an der auch unsere Buslinie stand. 
Das entpuppte sich dann in der Folge allerdings noch als Flop.
Laut Fahrplan war unser Bus gerade weg und der nächste sollte in 40 Minuten kommen. Das war ja kein Problem bei dem schönen Wetter und wir haben uns dahin gesetzt und Land und Leute beobachtet. Wie schon vorher in der Stadt ist uns hier massiv aufgefallen, dass es hier unheimlich viele junge Leute gibt, die komplett neben der Spur laufen. Überall sitzen Cliquen herum, die sich zudröhnen. Die belästigen niemand, aber es ist einfach Schade, wie sie ihr Leben wegwerfen.
An der Haltestelle kam nun ein Bus nach dem anderen, nur nicht unsere Busnummer. Nachdem wir fast 40 Minuten gewartet hatten kam dann kam die Nr 13 - vielleicht lag es an der Nummer - endlich angefahren und.....fuhr einfach ohne anzuhalten vorbei. Der hätte auch gar nicht in die Haltestelle fahren können, weil es ein "Strombus" war und die Oberleitung nie und nimmer bis zur Haltestelle gereicht hätte.
Also sind wir unverrichteter Dinge weiter gelaufen und haben uns zu Fuß auf den Heimweg gemacht. 
Nach einigen 100 Metern kam die nächste Haltestelle und da waren 2 weitere Buslinien angeschrieben, die wir hätten nehmen können. Da beide Busse für die nächsten Minuten angekündigt waren, haben wir auch hier mal 10 bis 15 Minuten gewartet. Es kamen auch ganz viele Busse, nur keiner von denen, die wir gebraucht hätten. 
Letztendlich haben wir uns zu Fuß auf den Heimweg gemacht und die bereits gekauften Tickets für 3 Euro sind nun fdA. 
Also kurzes Fazit Riga; Stadt superschön, Nahverkehr - na ja.....kein weiterer Kommentar dazu. Nur, dass wir jetzt noch 2 Tickets für Riga zu verkaufen haben. Bei Interesse, bitte melden.

Freitag, 1. Mai 2026

01.05.2026 Schloss Rundāle-Riga

 

Gestern Abend sind wir, nachdem der Block schon geschrieben war, noch durch den leeren Schloßpark gelaufen und haben uns den Außenbereich angeschaut.

Während des Spaziergangs gab es ein wunderschönes Abendrot, was perfekt zur Wettervorhersage für den nächsten Tag mit deutlich wärmeren Temperaturen passte.

Auf dem Parkplatz standen wir über Nacht ganz alleine und sehr ruhig, weil es hier absolut keinen Durchgangsverkehr gibt.
Heute Morgen hatten wir dann das erhoffte Kaiserwetter. Das Schloss öffnet erst um 10 Uhr aber um 09.30 Uhr fuhren schon 2 PKW mit Besuchern auf den Parkplatz und 5 Minuten später kam ein Bus, wobei die meisten Insassen eine Epikanthus-Falte hatten und einen Mundschutz trugen.
Um vor der Meute zu sein, haben wir uns auch auf den Weg zum Eingang gemacht und die Kasse war auch um 09.40 Uhr schon geöffnet.

Der Eintritt kostet hier 12 Euro für das Schloss und noch einmal 5 Euro für den Garten. Wir haben den Garten mitgebucht, obwohl ja klar war, dass bei den eisigen Temperaturen der letzten Woche da noch nicht so arg viel zu sehen sein wird.
Das Schloss selbst ist in den Bereichen, die man zu sehen bekommt, sehr schön restauriert und erinnert in vielen Bereichen an die großen französischen Schlösser.
Hier der Ballsaal.
Zur Geschischte des Schlosses Rundāle schreibe ich hier jetzt nichts, da es zu umfangreich wäre. Man kann es ja im Netz nachlesen.
Nur so viel:
In den 30er Jahren wurde das Gebäude als Krankenhaus und als Schule verwendet, wobei große Schäden angerichtet wurden. Da wurden geschnitzte Treppen rausgerissen und Wände entfernt, um Platz für eine Aula zu schaffen. Von diesen Sünden sieht man aber kaum noch was.






Hier mal ein Bild vom Schlossgarten aus dem Schloss fotografiert. Natürlich hält sich die Blütenpracht um diese Jahreszeit noch sehr in Grenzen.




Wir haben dann aber doch noch ein paar Blümchen entdeckt. 









Gegen 13 Uhr hatten wir unseren Schlossrundgang beendet und sind in Richtung Jelgava losgefahren.

Die Verbindungsstrassen zwischen den kleineren Ortschaften sind auch hier nicht geteert, aber die Schotterpisten sind in einem guten Zustand.
In Jelgava haben wir einen kurzen Stopp eingelegt und einige Fotos gemacht.




Wir sind dann noch die 2km bis zum Schloss Mitau gefahren. Hier gibt es von Innen nichts zu besichtigen, weil es heute als Universität genutzt wird, weshalb wir uns auf die Außenansicht beschränken mussten.





Wir haben dann in Jelgava noch einen Kaffee getrunken, bevor wir weiter nach Riga gefahren sind.

Es hatte zwischenzeitlich 21 Grad und absolutes T-Shirt-Wetter. Nach einer Woche mit einstelligen Temperaturen und eiskaltem Wind ist das wie Hochsommer.

In Riga haben wir uns für ein privates Hinterhofcamp in einem Garten entschieden. Da ist niemand. Man muss das große Holztor selber öffnen und drinnen gibt es einen Briefkasten, in den man die 10 Euro für 24 Stunden werfen soll.
Wir hatten vorher die wenigen Campingplätze hier gegoogelt und die Bewertungen waren größtenteil unterirdisch, wehalb wir uns für diese Variante entschieden haben.
Gegenüber von dem Platz steht diese Kirche und direkt davor ist eine Bushaltestelle, so dass wir morgen ohne Probleme in die Innenstadt kommen sollten.
Eine Herausforderung war lediglich, an die Bustickets zu kommen. Hier kann man weder an der Haltestelle noch im Bus ein Ticket kaufen, so dass ich erst die passende App installieren musste. Da konnte ich jetzt Guthaben aufladen und nun können wir die Tickets in der App kaufen und im Bus dann übers Handy entwerten. Der ganze Aufwand für insgesamt 6 Euro, weil das 90-Minuten Ticket pro Person 1,50€ kostet, also 3 Euro für die Hin- und 3 Euro für die Rückfahrt.
In 200 Meter Entfernung vom Platz ist ein Burgerrestaurant und da es sonst nichts gab, sind wir hierhergegangen.
Da drinnen war die Hölle los, wobei wir beide den Alterdurchschnitt beim Betreten ganz schön nach oben getrieben haben.

Wir haben uns dann gewundert, warum da jemand sein Essen mit schwarzen Handschuhen vertilgt und erst beim genauen Nachschauen festgestellt, dass die meisten hier so schwarze OP-Handschuhe anhaben. Als wir dann unsere Burger bekommen haben wurde das klar. Das kleine Döschen auf dem Tablett enthält ein paar von diesen schwarzen Dingern und die ziehen hier dieses eklige Latex-Dinger an, damit sie keine "schmutzigen" Hände bekommen. Echt ein bisschen irre, man könnte alternativ die Hände ja auch waschen.
Morgen steht nun also die Innenstadtbesichtigung von Riga an. Es soll die nächsten Tage weiterhin um die 20 Grad haben, so dass wir vermutlich nicht frieren müssen.